Studentischer Wohnraum in Aachen

Aachen ist als Hochschul- und Forschungsstandort sehr beliebt. Die RWTH Aachen beispielsweise zählt zu den größten und traditionsreichsten Technischen Universitäten Europas. Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes wurde sie als Exzellenz-Universität ausgewählt und bestätigt. Mit der Fachhochschule Aachen verfügt die Stadt zudem über eine weitere überregional bekannte Hochschule, eine der zehn größten Deutschlands. Darüber hinaus haben in Aachen die Katholische Fachhochschule und die Hochschule für Musik und Tanz ihren Sitz.

Zum Wintersemester 2016 zählte Aachen fast 59.000 Studierende, rund 10.000 mehr als im Jahr 2012. Als eine der Hauptursachen für den explosionsartigen Anstieg wird die G8-Entwicklung angesehen; aus ihr ging der sogenannte doppelte Abiturjahrgang hervor.

Die Stadt Aachen sah sich vor große Herausforderungen gestellt: Nicht nur freie Plätze in den Hörsälen waren plötzlich Mangelware, sondern ebenfalls günstiger Wohnraum. Die Preise auf dem privaten Wohnungsmarkt schnellten in die Höhe, die Wartelisten für ein Zimmer in den Wohnheimen des Studierendenwerks waren so lang wie nie zuvor.

Bereits 2012 begann das Studierendenwerk, seinen Wohnraum auszubauen. Mit zwei Anlagen in der Aachener Hainbuchenstraße und am Jülicher FH-Campus, einer Außenstelle der FH Aachen, konnten rund 350 Plätz geschaffen werden.

Eines der größten Bauvorhaben des Studierendenwerks sollte das neue KaWo 3 im Kastanienweg werden. Die Anlage wird die Wohnangebote der beiden benachbarten Anlagen Kawo 1 und Kawo 2 um 344 Plätze ergänzen. Die Zahl der zukünftig hier wohnenden Studierenden wird sich auf insgesamt circa 1.200 Personen erhöhen.